Kreuzschwestern Bayern

Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Kreuz

P Theodosius 2Gründer

Pater Theodosius Florentini, ein Schweizer Kapuziner, lebte von 1808 bis 1865. Diese Zeit war gekennzeichnet von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen, großer Armut, Arbeitslosigkeit und tiefem Elend in vielen Landesteilen der Schweiz. P. Theodosius wollte angesichts dieser vielfältigen Not der Menschen nicht tatenlos zusehen. Er setzte sich mit leidenschaftlichem Engagement dafür ein, die Missstände an der Wurzel anzugehen.

Für ihn hieß das:

  • Möglichkeiten zu schaffen für eine ganzheitliche, christliche Bildung – vor allem für Frauen,
  • eine geordnete Armenfürsorge und Krankenpflege aufzubauen,
  • der Ausbeutung der Fabrikarbeiter durch Arbeitsbeschaffung und Gründung von im christlichen Geist geführten Fabriken entgegenzuwirken.

Um seine Pläne umsetzen zu können, gründete er 1844 eine Schwesternkongregationen, aus der zwei Zweige hervorgingen:

  • die Lehrschwestern v. hl. Kreuz mit dem Sitz in Menzingen (Gründungsjahr 1844) und
  • die Barmherzigen Schwestern vom Hl. Kreuz mit dem Sitz in Ingenbohl (Gründungsjahr 1856).

Die Schwestern sollten offen sein für jede Art von Not. Er selbst formulierte das so:

„Ich wollte diese Kongregation so einrichten, dass sie überall hinpasse, überall Aufnahme finden könnte und in alle Verhältnisse eindringen möchte.“

Bei der Umsetzung seiner Pläne setzte sich P. Theodosius rastlos ein. Er sah sich als Werkzeug Gottes, das sich restlos Gott überantwortete und bis zum Letzten verbrauchen ließ.
Am 15. Februar 1865 starb er unerwartet in Heiden, Kanton Appenzell. 

 

Maria Threresia Scherer1Sr. Maria Theresia Scherer

Anna Maria Katharina Scherer, geboren am 31. Oktober 1825, schloss sich 1845 der von P. Theodosius neu gegründeten Kongregation an. Als Sr. Maria Theresia wurde sie zur Mitbegründerin der barmherzigen Schwestern vom hl. Kreuz und ihre erste Generaloberin. Den unermüdlichen Einsatz für die Linderung von Not und Elend der Menschen – ob körperlicher, sozialer oder geistig-seelischer Art - sah sie als ihre Lebensaufgabe. Ihr unerschütterliches Gottvertrauen verlieh ihr ein erstaunliches Durchhaltevermögen – auch in schwierigsten Situationen. Unter ihrer umsichtigen, gelassen-ruhigen und doch festen Führung verbreitete sich die Schwesterngemeinschaft sehr rasch innerhalb und über die Grenzen der Schweiz hinaus. Als sie am 16. Juni 1888 starb, zählte die Gemeinschaft über 1600 Mitglieder, die sich in 434 Wirkungsstätten der Ärmsten der Gesellschaft  annahmen.

Heute wirken Kreuzschwestern in 14 Provinzen und drei Vikariaten in Europa und Übersee an sozialen Brennpunkten.

 

Informieren Sie sich weiter: http://www.scsc-ingenbohl.org